Entsorgung & Stilllegung
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Förderung für Öltank-Entsorgung in Österreich

Die Entsorgung eines Öltanks lässt sich in Österreich nicht als eigene Maßnahme fördern – wohl aber als Teil des Heizungstausches. Wer von Öl auf ein klimafreundliches System umsteigt, bekommt die Demontage- und Entsorgungskosten außer Betrieb genommener Kessel und Tankanlagen bei den Bundesprogrammen anerkannt. Dieser Ratgeber zeigt, welche Förderungen 2026 in Frage kommen, wer zuständig ist und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen.

Ratgeber · Österreich · Aktualisiert Juni 2026 · heizoeltank24

Wird die Öltank-Entsorgung in Österreich gefördert?

Eine eigene „Öltank-Förderung" gibt es in Österreich nicht. Gefördert wird der Umstieg von einer fossilen Heizung auf ein klimafreundliches System – und in diesem Zuge sind die Kosten für die Demontage und Entsorgung der alten Anlage anerkennbar. Wichtig für Tankbesitzer: Förderungsfähig sind ausdrücklich nicht nur der alte Kessel, sondern auch die außer Betrieb genommenen Tankanlagen.

Zwei Bundesprogramme stehen 2026 im Mittelpunkt: „Sauber Heizen für Alle 2026" für einkommensschwächere Haushalte und die Sanierungsoffensive 2026 (Kesseltausch) für den allgemeinen Heizungstausch. Beide werden vom Bund finanziert und gemeinsam mit den Bundesländern umgesetzt. Wer den Tank also im Rahmen eines Heizungstausches entsorgen lässt, sollte die Förderung von Anfang an mitdenken – sie kann einen spürbaren Teil der Kosten abdecken.

Stand der Angaben: 2026. Förderprogramme, Sätze und Bedingungen ändern sich laufend. Prüfen Sie die aktuellen Konditionen vor jedem Antrag bei der offiziellen Förderstelle und in den jeweiligen Informationsblättern.

„Sauber Heizen für Alle 2026" – für einkommensschwächere Haushalte

Das Programm „Sauber Heizen für Alle 2026" des zuständigen Bundesministeriums (BMLUK) unterstützt einkommensschwächere Haushalte beim Umstieg von Öl, Gas, Kohle oder Strom-Speicheröfen auf ein klimafreundliches System – vorrangig den Anschluss an Nah- und Fernwärme, andernfalls eine Holzzentralheizung oder eine Wärmepumpe.

Förderungsfähig sind die Kosten für Material, Montage und Planung. Und ausdrücklich genannt: die Demontage- und Entsorgungskosten für außer Betrieb genommene Kessel und Tankanlagen. Genau das macht das Programm für die Öltank-Entsorgung interessant. Antragsberechtigt sind Eigentümerinnen und Eigentümer eines Ein-, Zweifamilien- oder Reihenhauses mit Hauptwohnsitz am Standort.

Die soziale Bedürftigkeit ist nachzuweisen – etwa über den Bezug von Sozialhilfe, eine ORF-Beitrags-Befreiung (vormals GIS) oder die Wohnbeihilfe. Da es sich um eine soziale Zusatzförderung handelt, fällt die Unterstützung in der Regel höher aus als bei der allgemeinen Schiene. Die konkrete Höhe hängt vom Bundesland und vom gewählten Heizsystem ab.

Sanierungsoffensive 2026: der allgemeine Heizungstausch

Wer die Einkommensvoraussetzungen nicht erfüllt, nutzt die allgemeine Sanierungsoffensive 2026. Seit Februar 2026 ist sie auf den Kesseltausch fokussiert – also den Ersatz einer fossilen Heizung durch Fernwärme, Holzzentralheizung oder Wärmepumpe. Auch hier zählen die Demontage und Entsorgung der Altanlage zu den anerkennbaren Kosten.

Als Richtwerte (Stand 2026): Der Förderungssatz beträgt maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten, die maximale Fördersumme hängt vom neuen Heizsystem ab. Zusätzliche Zuschläge sind möglich – etwa ein Bonus von rund 2.500 Euro, wenn gleichzeitig eine thermische Solaranlage eingebaut wird. Anträge können eingebracht werden, solange Budgetmittel vorhanden sind, längstens bis Ende 2026.

Tipp: Lassen Sie sich vom Fachbetrieb ein Angebot geben, in dem die Tank-Entsorgung als eigene Position ausgewiesen ist. So ist später bei der Endabrechnung klar nachvollziehbar, welcher Betrag auf Demontage und Entsorgung entfällt.

Bund und Länder: je Bundesland eine eigene Förderstelle

Die Bundesförderung ist nur die eine Seite. Beide Programme werden gemeinsam von Bund und Ländern getragen, und in vielen Bundesländern kommt eine Landesförderung obendrauf. Diese Mittel können die Gesamtförderung deutlich erhöhen – die Bedingungen unterscheiden sich aber von Bundesland zu Bundesland.

Für die Bundesförderung ist die Abwicklungsstelle des Bundes (KPC, über umweltfoerderung.at beziehungsweise sanierungsoffensive.gv.at) zuständig. Für die Landesförderung und – bei „Sauber Heizen für Alle" – für die Prüfung der Einkommenssituation ist die Förderungsstelle Ihres Bundeslandes der richtige Ansprechpartner. Das ist je nach Wohnort etwa die Abteilung Wohnbau- oder Energieförderung des Landes oder, in Wien, die zuständige Magistratsabteilung.

Erkundigen Sie sich früh bei der Förderstelle Ihres Bundeslandes, welche Landesförderung zusätzlich möglich ist und welche Nachweise sie verlangt. So kombinieren Sie Bundes- und Landesmittel optimal und vermeiden, dass Ihnen ein Topf entgeht.

Der Ablauf: erst registrieren, dann beauftragen

Die wichtigste Regel bei beiden Programmen: Registrieren Sie sich, bevor Sie den Auftrag vergeben. Wer den Heizungstausch und die Tank-Entsorgung zuerst beauftragt und erst danach an die Förderung denkt, riskiert, leer auszugehen. Mit der Registrierung werden Fördermittel für Sie reserviert.

Bei „Sauber Heizen für Alle 2026" läuft es in drei Schritten ab:

  1. Registrierung mit der Projektidee – ausschließlich online. Die Unterlagen werden an die Landesförderungsstelle weitergeleitet.
  2. Energieberatung in Koordination mit dem Bundesland, inklusive Unterstützung bei der Angebotseinholung.
  3. Antragstellung mit dem Energieberatungsprotokoll und der Projektkostenaufstellung. Erst danach beginnen Sie mit der Umsetzung; für die Fertigstellung bleiben anschließend mehrere Monate Zeit.

Bei der Sanierungsoffensive 2026 ist seit 2026 ein Energieberatungsprotokoll bereits bei der Registrierung vorzulegen. Starten Sie also rechtzeitig mit der Energieberatung Ihres Bundeslandes, damit sich der Förderprozess nicht verzögert.

Was das für Ihre Tank-Entsorgung bedeutet

Für die Praxis heißt das: Planen Sie die Öltank-Entsorgung nicht isoliert, sondern als Teil des Heizungstausches – und kümmern Sie sich um die Förderung, bevor der erste Auftrag vergeben ist. Für die Endabrechnung brauchen Sie vollständige Rechnungen, die auch Demontage und Entsorgung der Tankanlage ausweisen.

Heben Sie alle Belege auf, die der Fachbetrieb ausstellt – insbesondere den Entsorgungsnachweis über das fachgerecht entsorgte Restöl und den Tank. Diese Unterlagen dienen doppelt: für die Förderstelle und für die ohnehin in vielen Bundesländern fällige behördliche Meldung der Stilllegung. Ein konzessionierter Fachbetrieb erledigt Reinigung, Demontage und Entsorgung sicher, dokumentiert sauber und kennt die Anforderungen seiner Region – das erspart Ihnen Nachfragen und schützt Ihren Förderanspruch.

Häufige Fragen

Wird die reine Öltank-Entsorgung in Österreich gefördert?

Nicht als eigenständige Maßnahme. Gefördert wird der Umstieg von einer fossilen Heizung auf ein klimafreundliches System. Die Demontage- und Entsorgungskosten der alten Tankanlage sind dabei aber ausdrücklich anerkennbar, etwa bei „Sauber Heizen für Alle 2026" und der Sanierungsoffensive 2026.

Sind die Entsorgungskosten des Öltanks förderungsfähig?

Ja. Beim Bundesprogramm „Sauber Heizen für Alle 2026" zählen die Demontage- und Entsorgungskosten für außer Betrieb genommene Kessel und Tankanlagen ausdrücklich zu den förderungsfähigen Kosten. Lassen Sie die Tank-Entsorgung im Angebot als eigene Position ausweisen.

Muss ich mich vor der Beauftragung registrieren?

Ja, das ist entscheidend. Mit der Registrierung werden die Fördermittel reserviert. Wer Heizungstausch und Tank-Entsorgung zuerst beauftragt und erst danach den Förderantrag stellt, riskiert, leer auszugehen. Bei beiden Programmen gilt: erst registrieren, dann beauftragen.

Wer ist meine Förderstelle?

Die Bundesförderung wickelt die Abwicklungsstelle des Bundes über umweltfoerderung.at beziehungsweise sanierungsoffensive.gv.at ab. Für die Landesförderung und – bei „Sauber Heizen für Alle" – die Einkommensprüfung ist die Förderungsstelle Ihres Bundeslandes zuständig. Jedes Bundesland hat dafür eine eigene Stelle.

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